Solarkollektoren einspeiseverguetung

Einspeisevergütung (Photovoltaik) ab 01.08.2014

Die Einspeisevergütung ist staatlich garantiert und basiert auf dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Betreiber von Photovoltaik Anlagen erhalten für den Teil des Stromes, der in das allgemeine Stromnetz eingespeist wird, vom Netzbetreiber (Energieversorger) regelmäßig eine Einspeisevergütung überwiesen. Je nach Größe der Photovoltaikanlage und Zeitpunkt der Inbetriebnahme wird die Höhe der Einspeisevergütung errechnet und der individuelle Satz für die nächsten 20 Jahre festgesetzt. Der nicht eingespeiste Anteil vom produzierten Strom kann vom Betreiber selber genutzt oder anderweitig angeboten werden. Grundsätzlich empfehlen wir bei Solarstrom einen Eigenverbrauchsanteil in Höhe von mind. 10% anzustreben (wenn möglich mehr, bis maximal 100%), da sich die Ersparnis gegenüber der Rendite aus Einspeisung langfristig rechnet. Die Ersparnis bei eigenverbrauchtem Strom liegt in Deutschland aktuell durchschnittlich bei ca. 25 Cent / pro 1 kWh mit weiter, steigender Tendenz in den nächsten Jahren. Für den nichtverbrauchten Solarstrom bzw. den Überschuss, der ans öffentliche Stromnetz weiter geleitet wird, erhält der Anlagenbetreiber eine Einspeisevergütung.
Die Höhe der Einspeisevergütung unterscheidet sich je nach Anlagengröße und Zeitpunkt der Inbetriebnahme.
Die nachfolgenden Vergütungs- und Förderungs-Sätze gelten nur für PV Anlagen in Deutschland, in anderen Ländern gelten jeweils andere, nationale Sätze.

Für Anlagen, die vom 01.04.2012 bis zum 31.07.2014 in Betrieb genommen wurden, gilt ab dem 01.01.2014 die Begrenzung der maximal vergütungsfähigen PV Stromerzeugung gemäß dem neuen "Marktintegrationsmodell" (Basierend auf dem Gesetzentwurf vom 27.06.2014).
Anlagen von 10 bis 1000 kWp (nur Dachanlagen) erhalten für maximal 90% der erzeugten Strommenge den normalen Einspeisetarif.
Der Zubaukorridor nach §20a Abs. 1 EEG beträgt: 2500-3500 MW pro Kalenderjahr.
Der Zubau im Bemessungszeitraum der Degressionsberechnung 2014 liegt im Zubaukorridor. Die monatliche Absenkung nach §20 Abs. 1 EEG beträgt 1 Prozent (Basisdegression) zum 1. Juli 2014. Eine zusätzliche Absenkung nach §20 Abs. 8 EEG oder eine Korrektur der Basisdegression nach §20 Abs. 9 EEG ist nicht notwendig.

"Sonnensteuer"
Die Große Koalition belastet ab 01. August 2014 bei Neuanlagen den Eigenverbrauch selbst erzeugten Solarstroms mit 40% der EEG Umlage.
Bis Ende 2015 werden 30%, bis Ende 2016 35% fällig. Ab 2017 gelten die vollen 40%. Dieser Wert entspricht derzeit rund 2,5 Ct. je Kilowattstunde.

Wir unterscheiden 5 Anlagenklassen:

  • Anlagen nach § 32 Abs. 2 EEG (Dachanlagen)
    • bis 10 kWp > 100% Vergütung
    • bis 40 kWp > 90% Vergütung
    • bis 1.000 kWp (1MWp) > 90% Vergütung
    • bis 10.000 kWp (10MWp) > 90% Vergütung
  • Anlagen nach § 32 Abs. 1 EEG (Freiflächenanlagen), sowie Dach- und Freiflächenanlagen auf Konversionsflächen und Flächen längs von Autobahnen und Schienenwegen
    • bis 10.000 kWp (10MWp) > 90% Vergütung
Bei den verschiedenen Anlagenklassen werden höhere Leistungsklassen geringer vergütet. Eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 1.000 kWp erhält für die ersten 10 kWp die höhere Vergütung wie bei Kleinanlagen, für die Leistung von 10 bis 40 kWp die Vergütung wie mittlere Anlagen und für die Leistung von 960 kWp darüber hinaus die etwas geringere Vergütung ihrer eigenen Leistungsklasse.

Inbetriebnahme-Zeitpunkt
Die Höhe der Einspeisevergütung für die installierte PV Anlage basiert neben der Anlagengröße auch auf dem Inbetriebnahme-Zeitpunkt. Der Einspeisesatz zum Inbetriebnahme-Zeitpunkt bleibt danach für 20 Jahre konstant und garantiert.

Degression
Die Eingangssätze der Einspeisevergütung werden monatlich um einen variablen Prozentsatz abgesenkt. Die Höhe des Degressionssatzes ist abhängig von Zubau an PV Anlagen jeweils im vorherigen Bemessungszeitraum. Bei hohem Photovoltaik-Zubau im vorangegangenen Quartal sinkt die Einspeisevergütung schneller, um zu schnelles Wachstum zu vermeiden. Bei niedrigem Zubau sinkt die Einspeisevergütung langsamer, um vermehrte Inbetriebnahmen neuer PV Anlagen anzureizen.

Aktuelle Vergütungssätze von PV-Anlagen im Überblick
Für Dach- und Freiflächenanlagen

Vergütungssätze bei Inbetriebnahme einer Anlage ab 01. August 2014, die keine Erlöse aus der Direktvermarktung erzielen (verpflichtend erst ab 500 kWp Nennleistung).

 

Inbetriebnahme Dachanlage bis 10KWp (Ct/kWh) Dachanlage von 10-40KWp (Ct/kWh) Dachanlage von 40-500KWp (Ct/kWh)
Ab 01.08.2014  1)  12,75 12,40  11,09 
Ab 01.09.2014  2)  12,69 12,34  11,04 
 bei einem auf ein Jahr hochgerechneten Zubau bis.... (Degression) 3500 MWp (1,0%) 2600 MWp (0,5%) 2400 MWp (0,25%) 3500 MWp (1,0%) 2600 MWp (0,5%) 2400 MWp (0,25%) 3500 MWp (1,0%) 2600 MWp (0,5%) 2400 MWp (0,25%)
Ab 01.10.2014  3)  12,56 12,62 12,65 12,22 12,28 12,31 10,93 10,98 11,01
Ab 01.11.2014  3)  12,43 12,56 12,62 12,10 12,22 12,28 10,82 10,93 10,98
Ab 01.12.2014  3)  12,31 12,50 12,59 11,98 12,16 12,25 10,72 10,88 10,96

1) Vergütungssätze zum ersten August 2014 gemäß EEG2014, §51 Abs.2 inklusive Kompensation für Eigenverbrauchsbelastung (0,3 Ct/kWh) für alle Anlagen ab 10 kWp.
2) 0,5% Basisdegression im Monat September 2014 gemäß § 31 Abs.2.
3) Mögliche Degression der Vergütungssätze im vierten Quartal 2014 möglich (gemäß §31 Abs.3 und 4, in Abhängigkeit des Zubaus).

Vergütungssätze bei Inbetriebnahme einer Anlage ab 01. August 2014, die Erlöse aus der Direktvermarktung erzielt (verpflichtend ab 500 kWp Nennleistung).



Inbetriebnahme Dachanlage bis 10KWp (Ct/kWh) Dachanlage bis 10-40KWp (Ct/kWh) Dachanlage ab 40KWp (Ct/kWh) Dachanlage 1MWp-10MWp oder Freiland bis 10MWp (Ct/kWh)
Ab 01.08.2014  1)  13,15   12,80   11,49     9,23 
Ab 01.09.2014  2)  13,09   12,74   11,44     9,19 
 bei einem auf ein Jahr hochgerechneten Zubau bis.... (Degression) 3500 MWp (1,0%) 2600 MWp (0,5%) 2400 MWp (0,25%) 3500 MWp (1,0%) 2600 MWp (0,5%) 2400 MWp (0,25%) 3500 MWp (1,0%) 2600 MWp (0,5%) 2400 MWp (0,25%) 3500 MWp (1,0%) 2600 MWp (0,5%) 2400 MWp (0,25%)
Ab 01.10.2014  3)  12,96 13,02 13,05 12,62 12,68 12,71 11,33 11,38 11,41 9,10 9,14 9,16
Ab 01.11.2014  3)  12,83 12,96 13,02 12,50 12,62 12,68 11,22 11,33 11,38 9,01 9,10 9,14
Ab 01.12.2014  3)  12,71 12,90 12,99 12,38 12,56 12,65 11,12 11,28 11,36 8,92 9,05 9,12


1) Vergütungssätze zum ersten August 2014 gemäß EEG2014, §51 Abs.2 inklusive Kompensation für Eigenverbrauchsbelastung (0,3 Ct/kWh) für alle Anlagen ab 10 kWp bis 1MWp inklusive Kompensation für Managementaufwand (0,4 Ct./kWh).
2) 0,5% Basisdegression im Monat September 2014 gemäß § 31 Abs.2.
3) Mögliche Degression der Vergütungssätze im vierten Quartal 2014 möglich (gemäß §31 Abs.3 und 4, in Abhängigkeit des Zubaus).




PV Rendite- und Ertragsprognose (mit Einspeisung und Eigenverbrauch):

Für die genaue Rendite- und Ertragsberechnung von Ihrem individuellen PV Projekt bieten wir Ihnen ein Kalkulationstool auf unserer Internetseite in der Rubrik » Installations-Anleitungen & Berechnungs-Tools.

Photovoltaik Förderung - KfW–Darlehen

Neben der Einspeisevergütung gibt es weitere, attraktive Förderungen für Solarstrom. So bietet die vom Bund finanzierte KfW Bank spezielle, zinsgünstige Darlehen, die über die Haus- und Geschäftsbanken an die Anlagenbetreiber ausgeschüttet werden. KfW-Darlehen: Gefördert werden bis zu 100% der Investition, max. 25 Millionen Euro, Zinssatz bonitätsabhängig (auch bei Privatpersonen), Laufzeit 5, 10 oder 20 Jahre; 1 bis 3 Jahre tilgungsfrei - je nach Laufzeit. Die sichere, staatlich garantierte Einspeisevergütung dient dabei der Bank als eine Sicherheit.

Regionaler Photovoltaik Zuschuss

(NRW bis zu €5.000 Multiplikator-zuschuss)
Regional je nach Bundesland gibt es zum Teil verschiedene Förderungen und Zuschüsse, die jeder PV Anlagenbetreiber bei den örtlichen Behörden abfragen kann. In NRW zum Beispiel kann für kleine PV Anlagen (zwischen 2KW und max. 10KW) ein Zuschuss in Höhe von €500/pro KWp für Multiplikatoren PV Anlagen beantragt werden. Der Zuschuss kann zum Beispiel für eine öffentliche Anzeigetafel mit kWh Ertragsanzeige bei einer Bürgersolaranlage auf dem Dach einer Schule verwendet werden, um den Schülern die Vorteile von Photovoltaik im praktischen Leben näher zu bringen.

Förderung für Photovoltaik Speicherlösungen (Solar-Akkus)
Aktuell auf politischem Stand-By:

Geplant / in Vorbereitung / noch nicht rechtskräftig: Im Gespräch ist eine Finanzierung von stationären Batteriespeichersystemen in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage. Geplant war ein Förderprogramm in Form eines zinsgünstigen Darlehens mit 30% Tilgungszuschuss für stationäre Batteriespeichersysteme in Verbindung mit einer an das elektrische Netz angeschlossenen Photovoltaikanlage.

Dieses Förderprogramm sollte vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) finanziert werden, allerdings hat der Umweltminister das Programm zunächst nochmal auf Standby gehalten, da die Finanzierung noch nicht geregelt ist. Mit diesem Programm sollte die Markt- und Technologieentwicklung von Batteriespeichersystemen angeregt werden. Die geförderten Systeme leisten einen Betrag zur besseren Integration von kleinen bis mittelgroßen Photovoltaikanlagen in das Stromnetz.

Das PHOTON SOLAR Team und die PHOTON SOLAR Kunden hoffen sehr auf eine schnelle Einigung der aktuellen Bundesregierung in diesem Punkt und befürworten eine Förderung von Photovoltaik Speicherlösungen.

VORTEIL PHOTOVOLTAIK SPEICHER = ENTLASTUNG DER STROMNETZE:


Dezentrale Energieversorgungsstrukturen, insbesondere Photovoltaik mit Eigenverbrauch und Speichern, entlasten die Stromnetze und tragen damit zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende in Deutschland bei.

Obige Angaben: Zahlen und Daten unverbindlich, Abweichungen auf Basis von Gesetzesänderungen möglich.

Mehr Informationen:
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